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Entdeckungen am Meer

Erneut haben die Aaronauten Grenzen überschritten, diesmal sogar ganz wörtlich. Am 16. Februar 2020 brachten sie den Rhein endgültig zur Erledigung. Sie verliessen zu diesem Zweck eigens das Hoheitsgebiet der Eidgenossenschaft und besichtigten im nördlichen Nachbarland den Ursprung des bekannten (und, wie man weiss, masslos überschätzten) Aare-Nebenflüsschens.

Entgegen anderslautenden Gerüchten entspringt der Rhein ja nicht etwa in den Bündner Bergen, sondern im Schwäbischen Meer. Zur Klarstellung haben die Behörden der Stadt Konstanz dort eine Hinweistafel aufgestellt: «Rheinkilometer 0».

Vom Nullpunkt am Bodensee bis zum Zusammenfluss mit der Aare legt der Rhein noch etwa 115 Kilometer zurück. Die Aare hat dort schon fast 300 Kilometer hinter sich. Würde man die besagten 115 Kilometer aareaufwärts wandern, dann käme man nur gerade bis Altreu, also an einen Ort, bei dem es keinem vernünftigen Menschen in den Sinn käme, ihn als «Aarekilometer 0» zu bezeichnen, denn die Aare ist dort bereits ein stattlicher Strom.

Was ist nun aber mit dem Bündner Rhein? Der Namensvetter des «richtigen» Rheins entspringt am Toma-See oberhalb von Sedrun, durchfliesst das Tal des Alpenrheins und endet im Bodensee. So einfach ist das!