Sie
sei ein gefährliches Ding, heisst es über die Zulg. Wenn sich die Aare in Bern
zu einer braunen Brühe verfärbt, dann liegt die Ursache dafür in aller Regel bei
ihr. Doch als sich die Aaronauten am 21. Juli 2019 aufmachten, um das Monster
zu erkunden, bekamen sie nur ein schmächtiges Wässerlein zu Gesicht. Dafür
stellten sich ihnen einige Fragen.
Am Fusse des Hohgant war heute nicht viel Zulg los.
Den Aufstieg zum Grüenenbergpass meisterte die Kleingruppe unter regen Diskussionen.
Das Trogenmoos erschien uns real, aber vielleicht ist es trotzdem ein bisschen trügerisch.
Das Hütchen auf der Stange führte zur bangen Frage: Wo steckt der Hutträger? Schaffte er es glücklich, aber unbehutet ins Tal – oder steckt er, langsam zur Moor-Mumie werdend, noch immer in den Sümpfen nahe der Passhöhe?
Hier begannen die brenzligsten 90 Sekunden des Tages. Wir sollten sie unbeschadet überstehen.
Ist das noch Oberland – oder schon Emmental? Der putzige Speicher auf dem Weg am Zulg-Uferweg warf Fragen nach der Identität des Eriz auf.
Die Vorfreude auf den Regelbruch im Gasthaus Linde steht ihnen ins Gesicht geschrieben...
… allein, das Erwachen war jäh und schmerzlich. Im Eriz halten einige Gastronomen die Sonntagsruhe sehr hoch. «Ruhetag!» schrie uns die Tafel vor der Eingangstür entgegen.